Wenn es extrem heiß wird, haben junge Mauersegler und Schwalben große Probleme – und Tierheime in Mainz und Worms bekommen gerade besonders viele verletzte Tiere.

Was passiert gerade? Bei der aktuellen Hitzewelle mit über 40 Grad wird es für Jungvögel in ihren Nestern unerträglich heiß. Unter Dächern und in Mauerspalten können die Temperaturen auf bis zu 60 Grad steigen. Die kleinen Mauersegler können ihre Körpertemperatur noch nicht selbst gut regeln. Deshalb verlassen manche Jungvögel das Nest und fallen in die Tiefe – sie überleben den Sturz oft nicht oder brechen sich Flügel und Beine. Im Mainzer Tierheim werden gerade rund 60 junge Mauersegler und fast 50 junge Schwalben gepflegt, in Worms und Mainz gehen viele Anfragen von hilfsbereiten Menschen ein.

Wer hilft den Vögeln? In Tierheimen, in der Mauerseglerklinik in Frankfurt und im Centre Ornithologique de Réadaptation in Genf arbeiten Pflegerinnen und Pfleger rund um die Uhr. Sie füttern die Tiere alle zwei Stunden, teils mit Grillen, und legen schwache Vögel in Inkubatoren. Biologe Florian Bertolini bringt es auf den Punkt: „Ohne menschliche Hilfe ist ein Mauersegler am Boden verloren."