In vielen Hausarztpraxen in Baden-Württemberg ist in dieser Woche jeder zweite Platz im Wartezimmer gesperrt - die Ärztinnen und Ärzte protestieren so gegen die Sparpläne der Bundesregierung.

Was ist passiert? Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband Baden-Württemberg hat seine Mitglieder dazu aufgerufen, in der Woche vom 8. Juni jeden zweiten Sitzplatz im Wartezimmer zu blockieren. Bereits vereinbarte Termine und laufende Behandlungen sollen aber normal stattfinden. Mit der Aktion wollen die Mediziner auf die Sparpläne der Bundesregierung aufmerksam machen. Das Sparpaket soll die Krankenkassen im Jahr 2027 um rund 16,3 Milliarden Euro entlasten. Es sieht unter anderem vor, dass Ärztinnen und Ärzte in Zukunft weniger Geld bekommen, wenn sie neue Patienten in ein bestimmtes Versorgungsmodell aufnehmen. Der Verband kritisiert: "Wer mehr Menschen koordiniert versorge, werde dafür bestraft."