Die britische Regierung hat den angeschlagenen Stahlhersteller British Steel komplett übernommen und gehört damit jetzt dem Staat.
Stell dir vor, eine wichtige Fabrik in deinem Land macht gerade dicht, weil sie nicht mehr genug Geld verdient. Genau das ist in Großbritannien mit dem Stahlwerk in Scunthorpe passiert. Das Werk ist das letzte in Großbritannien, wo Stahl noch selbst aus Eisenerz hergestellt wird. Weil die Energie teuer ist und weltweit zu viel Stahl verkauft wird, lief das Geschäft schlecht. Der bisherige Besitzer, ein chinesisches Unternehmen namens Jingye, konnte die Fabrik nicht weiter betreiben, und es fand sich kein neuer privater Käufer.
Darum hat die Regierung in London nun selbst eingegriffen. Sie hat die Firma British Steel komplett aufgekauft – also verstaatlicht. Das bedeutet: British Steel gehört jetzt dem Staat. Premierminister Keir Starmer sagte, das Werk sei „Teil des Gefüges unserer Nation und ein Eckpfeiler der britischen Industriestärke". Damit meint er, dass die Stahlproduktion für Großbritannien sehr wichtig ist und man sie nicht einfach verlieren will.
