Die Schweiz und Grossbritannien haben sich auf ein neues Handelsabkommen geeinigt, das Reisen, Mobiltelefonie und digitale Dienste einfacher machen soll.

Die Schweiz und das Vereinigte Königreich haben sich auf ein erweitertes Freihandelsabkommen geeinigt. Bundespräsident Parmelin und der britische Handelsminister Peter Kyle verkündeten den Abschluss in Bern. Die Unterzeichnung soll bis Ende des Jahres folgen. Das Abkommen ist vor allem für Dienstleistungen und digitale Geschäfte wichtig.

Mehr als 70 Prozent des Handels zwischen beiden Ländern läuft heute schon digital, also über Software, Daten oder Online-Dienste. Das neue Abkommen erleichtert digitale Zahlungen, elektronische Unterschriften und das Versenden von Daten über die Grenze hinweg. Es soll den Handel langfristig um rund 7,9 Milliarden Franken pro Jahr ankurbeln.

Für Reisende bringt das Abkommen spürbare Verbesserungen. Roaminggebühren, also Aufschläge, die man bisher beim Telefonieren oder Surfen im anderen Land zahlte, sollen wegfallen. Britische Touristinnen und Touristen können an Schweizer Grenzen künftig elektronische Kontrollen nutzen, was die Einreise schneller macht.

Auch für die Wirtschaft bedeutet das Abkommen mehr Möglichkeiten. Fachleute aus Bereichen wie Finanzen oder IT dürfen bis zu 90 Tage im Jahr visafrei im jeweils anderen Land arbeiten. Damit wird der Austausch zwischen Unternehmen einfacher, und neue Jobs können entstehen.

Hintergrund: Im letzten Jahr hatte US-Präsident Trump hohe Zölle auf Schweizer Produkte verhängt. Das machte den Druck auf die Schweiz grösser, neue Handelspartner zu finden. Das neue Abkommen mit Grossbritannien ist eine Antwort darauf. Der britische Minister Kyle sagte dazu: „Wohlstand entsteht durch Austausch mit der Welt – nicht durch Rückzug.“