Der Stahlkonzern Salzgitter kauft das Werk HKM in Duisburg komplett, will aber fast zwei Drittel der Stellen streichen.
Was ist passiert? Das Stahlwerk HKM in Duisburg-Süd bekommt einen neuen Besitzer: den Konzern Salzgitter. Bisher gehörte HKM drei Eigentümern: Thyssenkrupp Stahl (TKSE), Salzgitter und der Firma Vallourec aus Frankreich. Jetzt ziehen sich TKSE und Vallourec zurück, und Salzgitter übernimmt alle Anteile. Das Werk soll nicht geschlossen werden, aber die Zahl der Beschäftigten soll von rund 3000 auf nur noch etwa 1000 bis Ende 2028 sinken. Das ist eine sehr kurze Zeit für so einen großen Einschnitt. Die Gewerkschaft IG Metall findet den Abbau „bitter" – also hart und schmerzhaft.
Wer hilft? Die Gewerkschaft IG Metall verhandelt mit dem neuen Eigentümer darüber, wie der Stellenabbau für die Beschäftigten ablaufen soll. Salzgitter hat versprochen, den Abbau „sozialverträglich" zu gestalten – das bedeutet zum Beispiel, dass es Abfindungen, Qualifizierungen oder Versetzungen geben soll. Auch die Politik in Nordrhein-Westfalen beobachtet den Prozess, weil das Werk für die Region wichtig ist. Die Salzgitter-Chefin Birgit Dietze sagt: Ohne den Abbau wäre das Werk komplett geschlossen worden.
