Die IG Metall ruft bei VW zu einem großen Protesttag auf – Tausende Beschäftigte machen an vielen Standorten mit.

Was ist passiert? Beim Autobauer Volkswagen will die Konzernspitze viel mehr sparen als bisher geplant. Laut „Manager Magazin" könnten bis zu 100.000 Jobs weltweit wegfallen – doppelt so viele wie zuvor angekündigt. Vier Werke in Deutschland (Hannover, Emden, Zwickau, Neckarsulm) stehen laut Berichten sogar vor dem Aus. Für Donnerstag hat die Gewerkschaft IG Metall daher zu einem bundesweiten Protesttag aufgerufen. Demonstriert wird unter anderem in Wolfsburg direkt vor dem Hochhaus des Vorstands. Auch bei Audi, Porsche, MAN und der Softwarefirma Cariad sind Aktionen geplant.

Wer hilft? Die IG Metall organisiert die Proteste und steht an der Seite der Beschäftigten. Betriebsratschefin Daniela Cavallo soll in Wolfsburg sprechen, IG-Metall-Chefin Christiane Benner sagt klar: „Nicht mit uns!" Sie fordert Ideen, wie die Werke weiter genutzt werden können. Das Land Niedersachsen hält 20 Prozent an VW und hat im Aufsichtsrat ein Veto-Recht – das kann Entscheidungen mitblocken. Schülerinnen und Schüler, Eltern und Auszubildende können die Aktionen friedlich unterstützen, etwa online Solidarität zeigen oder sich bei Jugend- und Auszubildendenvertretungen informieren.

Was kannst du tun? Wenn dich das Thema interessiert, schau dir die Infos der IG Metall Jugend an. Viele Werke bieten Ausbildungsplätze an – es lohnt sich, die Entwicklung im Auge zu behalten. Bleib sachlich, wenn du in Social Media über den Streit diskutierst, und hinterfrage Schlagzeilen, bevor du sie teilst.