Der Betriebsrat von Bosch hat eine große Runde aus Politik, Unternehmen und Gewerkschaften gefordert, um die Krise der deutschen Autoindustrie gemeinsam zu lösen.
Was ist passiert? Frank Sell, der oberste Betriebsrat von Bosch Mobility, hat im Spiegel gesagt: „Wir können nicht so weitermachen wie bisher". Die Autoindustrie steckt gerade in einer schwierigen Lage. Bei Mercedes-Benz wird über längere Arbeitszeiten ohne mehr Lohn diskutiert, bei Volkswagen sollen Berichten zufolge vier Werke in Deutschland geschlossen werden. Seit 2019 sind nach Berechnungen der Prüfungsfirma EY rund 111.000 Jobs in der Branche weggefallen, fast 50.000 davon allein im letzten Jahr.
Wer hilft? Die Gewerkschaft IG Metall organisiert die Beschäftigten. Vergangene Woche haben zehntausende Mercedes-Beschäftigte bundesweit demonstriert. Für den 9. Juli ist in Stuttgart ein Autokorso geplant. Sell fordert eine Taskforce mit Arbeitgebern, Beschäftigten, Gewerkschaften und Politik, die so lange arbeiten soll, bis es Lösungen für die Zukunft der Branche gibt.
