In Österreich wurden 2025 mehr als 2.200-mal Annäherungs- und Betretungsverbote missachtet, die Frauen vor ihren Ex-Partnern schützen sollen.

Was ist passiert? Im Jahr 2025 hat die Polizei in Österreich 14.101 Annäherungs- und Betretungsverbote ausgesprochen. Das sind gerichtliche Auflagen, die einem Täter verbieten, sich der betroffenen Person zu nähern. Bei 2.222 dieser Verbote – also etwa jedem sechsten – haben die Täter sich nicht daran gehalten. Die Grünen haben diese Zahlen bekannt gemacht. Sie stammen aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine parlamentarische Anfrage.

Wer hilft? Politikerinnen wie Meri Disoski von den Grünen fordern seit Langem bessere Kontrollen. Sie sagt, Gewaltschutz müsse in ganz Österreich gleich funktionieren und nicht von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sein. Außerdem soll die elektronische Fußfessel – ein Gerät am Fuß, das den Aufenthaltsort meldet – endlich für gefährliche Täter eingeführt werden. Auch Polizei und Frauenhäuser arbeiten daran, Opfer besser zu schützen. Wenn du selbst oder jemand, den du kennst, betroffen ist, gibt es bundesweit Hilfe: Die Frauenhelpline unter 0800 222 555 ist rund um die Uhr kostenlos erreichbar.