Immer mehr Menschen in Brandenburg zeigen ihren Partner, ihre Partnerin oder Familienmitglieder wegen Gewalt an. Politiker und Politikerinnen suchen nach neuen Wegen, um Betroffene besser zu schützen.

In Brandenburg wurden im letzten Jahr fast 3.000 Ermittlungsverfahren wegen häuslicher Gewalt gezählt. Das sind etwa neun Prozent mehr als noch 2021. Besonders auffällig: Schutzmaßnahmen wie Kontaktverbote stiegen sogar um rund 20 Prozent. Das bedeutet, dass Gerichte und Polizei immer öfter eingreifen, um Opfer zu schützen. Auch du hast vielleicht schon in der Schule oder in den Nachrichten davon gehört.

Justizminister Benjamin Grimm (SPD) hat die Zahlen im Landtag in Potsdam vorgestellt. Er sagte, dass die Entwicklung "besorgniserregend" sei – also Anlass zur Sorge. Er betonte aber auch, dass sich die Gesellschaft mit dem Problem beschäftigt und nicht wegschaut.