An Ägyptens Mittelmeerküste haben Archäologen Gräber entdeckt, die fast 2000 Jahre alt sind – mit Gold, Münzen und sogar einem noch verschlossenen Sarkophag.
In Marina El-Alamein, etwa 100 Kilometer westlich von Alexandria, hat ein Team vom ägyptischen Tourismusministerium mehrere Gräber aus der griechisch-römischen Zeit untersucht. Insgesamt sind dort inzwischen 44 Gräber bekannt, weil die Stätte schon seit 1986 erforscht wird. Besonders spannend: ein riesiger Sarkophag aus Granit, der etwa zweieinhalb Meter lang ist und dessen Deckel noch saß – fast 2000 Jahre lang.
In den Gräbern lagen menschliche Überreste, Keramik, große Tonkrüge (Amphoren) und 24 kleine Goldobjekte. Die hatten den Toten im Mund gelegt – man glaubte damals, dass man im Jenseits etwas bezahlen können muss. Dazu kamen etwa 200 Tonscherben mit Texten auf Koptisch und Griechisch sowie Münzen, manche sogar aus der Zeit von Kaiser Constantius II. (337–361 nach Christus).
