Ein früherer Finanzchef der Signa, Manuel Pirolt, hat einen Plan vorgelegt, mit dem er seine Gläubiger mit sehr wenig Geld abfinden will.

Manuel Pirolt war früher Finanzchef bei Signa Prime und Signa Development. Über sein Vermögen läuft seit März 2025 ein Konkursverfahren am Handelsgericht Wien. Gläubiger haben Forderungen von rund 1,26 Milliarden Euro angemeldet, ein Großteil davon ist allerdings noch nicht endgültig geprüft. Nun bietet Pirolt einen Zahlungsplan an: 0,0142 Prozent der Forderungen, verteilt auf fünf Jahre. Das sind etwa 180.000 Euro insgesamt.

Das Konkursverfahren wird vom Alpenländischen Kreditorenverband (AKV) betreut. Wenn die Gläubiger den Zahlungsplan ablehnen, startet automatisch ein dreijähriges Abschöpfungsverfahren als Plan B. Dabei wird sein Einkommen bis auf das Existenzminimum gepfändet und anteilig an die Gläubiger verteilt. Nach drei oder fünf Jahren wäre er dann von den Restschulden befreit. Gegen Pirolt laufen außerdem Ermittlungen; ein Urteil gibt es noch nicht, die Unschuldsvermutung gilt.