Nach der großen Pleite des Signa-Imperiums verkauft die Insolvenzverwalterin jetzt bekannte Gebäude in Wien, Bern und Basel – und will das meiste bis Ende 2026 erledigen.
Weißt du noch, wie groß Signa früher war? Das war die Firma von Rene Benko, einem bekannten österreichischen Investor. Vor etwa zweieinhalb Jahren ist ein wichtiger Teil der Firma, die Signa Prime Selection AG, pleitegegangen – das bedeutet: Sie konnte ihre Schulden nicht mehr bezahlen. Jetzt, im Sommer 2026, kümmert sich eine Insolvenzverwalterin darum, die restlichen Immobilien zu verkaufen. Insolvenzverwalterin bedeutet: Sie ist eine Anwältin, die im Auftrag des Gerichts den Verkauf organisiert, damit am Ende möglichst viel Geld für die Gläubiger übrig bleibt.
Was wird gerade verkauft? Zum Beispiel das berühmte Luxushotel Park Hyatt am Wiener Am Hof. Insidern zufolge geht es dabei um rund 330 Mio. Euro, schreibt der 'Kurier'. Die potenzielle Käuferin soll eine Gesellschaft des oberösterreichischen Investors Josef Rainer sein. Auch das 'Goldenes Quartier' in der Wiener Tuchlauben, ein großes Einkaufs- und Bürogebäude, wird seit Mai verkauft. Es ist ungefähr 458 Millionen Euro wert.
In der Schweiz laufen ebenfalls Verkäufe, etwa in Bern und Basel. Dort gehören fünf Globus-Häuser Signa Prime und einem thailändischen Partner je zur Hälfte. Insgesamt haben die Gläubiger Forderungen in Höhe von 11,74 Milliarden Euro angemeldet – also Geld, das sie zurückhaben wollen. Davon sind rund 5,4 Milliarden Euro anerkannt, 6,2 Milliarden bestritten. Schon jetzt wurden Forderungen von etwa 3,3 Milliarden Euro zurückgenommen.
