Im ersten Halbjahr 2026 sind in Österreich weniger Firmeninsolvenzen eröffnet worden als im Vorjahr – zum ersten Mal seit drei Jahren.

Eine Insolvenz bedeutet, dass ein Unternehmen seine Rechnungen nicht mehr zahlen kann. Der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) zählt solche Fälle in Österreich. Zwischen Jänner und Juni 2026 waren es 2.005 eröffnete Firmeninsolvenzen, also 7,69 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum 2025. Im Schnitt meldeten pro Woche etwa 77 Firmen Insolvenz an.

Allerdings wurden 1.654 Anträge abgewiesen, weil die Firma nicht einmal 4.000 Euro Vermögen hatte – ein Anstieg um 15,42 Prozent. Rechnet man diese Abweisungen mit, gab es insgesamt 3.659 Insolvenzfälle, also 1,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Das zeigt: Die wirtschaftliche Lage ist für viele Firmen weiterhin schwierig.