Die Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt gegen einen früheren Mitarbeiter der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung, weil er viel Geld der Stiftung für sich selbst benutzt haben soll.

Die Staatsanwaltschaft Berlin prüft, ob ein ehemaliger Mitarbeiter der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung Geld der Stiftung in seine eigene Tasche gesteckt hat. Er soll über das dienstliche PayPal-Konto mehr als 210.000 Euro auf sein privates Konto überwiesen haben. Dazu soll er mit dem Amazon-Konto der Stiftung private Sachen für rund 30.000 Euro bestellt haben, also zum Beispiel Technik oder andere Dinge für sich selbst. „Für beides soll keine dienstliche Veranlassung vorgelegen haben", teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die Stiftung beschäftigt sich mit der Geschichte von Flucht und Vertreibung auf der Welt.

Roland Borchers, der Direktor der Stiftung, hat die Ermittlungen bestätigt. Er hat auch gesagt, dass es sich um einen ehemaligen Mitarbeiter handelt und dass der Betroffene sofort fristlos gekündigt wurde. Er möchte sich aber nicht weiter äußern, solange die Ermittlungen laufen. Die Stiftung wurde im Jahr 2008 vom Deutschen Bundestag gegründet und wird vom Bund gefördert. Hinweise auf Mittäter, also auf andere Personen, die mitgemacht haben könnten, gibt es laut Staatsanwaltschaft derzeit nicht.