In der Stadt Tivat am Meer treffen sich diese Woche EU-Chefs mit sechs Ländern vom Balkan, um über einen möglichen Beitritt zur Europäischen Union zu sprechen.

Seit vielen Jahren warten Länder wie Serbien, Montenegro, Bosnien und Herzegowina, Nordmazedonien und Albanien darauf, Mitglied der Europäischen Union zu werden. Manche warten schon über 20 Jahre. Beim Gipfel in Tivat wollen Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron jetzt frischen Wind in diesen Prozess bringen.

Ihre Idee: Länder, die bestimmte Reformen umsetzen – zum Beispiel im Bereich Justiz oder bei der Bekämpfung von Korruption –, sollen früher als bisher Teile des EU-Binnenmarkts nutzen dürfen. Das bedeutet konkret, dass sie einfacher mit EU-Ländern Handel treiben können. Außerdem sollen sie Beobachter in EU-Institutionen schicken dürfen, also bei Treffen zuschauen, ohne mitstimmen zu können.