Die EU-Staaten haben sich darauf geeinigt, dass große Chatdienste wie WhatsApp, Signal, Outlook, Gmail und Instagram vorübergehend wieder automatisch nach Bildern und Videos mit Kindesmissbrauch suchen dürfen – befristet bis April 2028.
Stell dir vor, dein Handy würde automatisch schauen, ob in deinen Chats verbotene Bilder vorkommen. Genau darüber streiten die EU und ihre Mitgliedstaaten seit Jahren. Jetzt haben sich die EU-Länder auf eine befristete Ausnahme von den Datenschutzregeln geeinigt. Damit dürfen große Anbieter wie Microsoft (Outlook), Google (Gmail) und Meta (Instagram) ihre Nachrichten wieder automatisch nach Missbrauchsmaterial durchsuchen. Die Regelung gilt bis April 2028 und ist eine Art Notlösung, weil die eigentliche langfristige EU-Regel noch nicht fertig ist.
Was bedeutet das für deine Privatsphäre? Wichtig zu wissen: Die Verschlüsselung deiner Chats – also das, was WhatsApp und Signal normalerweise so sicher macht – soll nicht aufgebrochen werden. Das sogenannte „Client-Side-Scanning", bei dem eine Software auf deinem Gerät schon vor dem Verschlüsseln alles mitliest, ist ausdrücklich verboten. Verdachtsfälle dürfen zudem erst dann an Behörden gehen, wenn ein Mensch sie überprüft hat. Die Teilnahme der Firmen ist freiwillig.
