Auf der griechischen Insel Kreta hat die Polizei 20 Leute festgenommen, die mit falschen Angaben an EU-Gelder für Bauern gekommen sein sollen.

Ein kriminelles Netzwerk half Landwirten, Anträge für EU-Subventionen einzureichen, und log dabei über die Größe ihrer Weideflächen. Seit 2019 ergaunerte die Gruppe so mehr als drei Millionen Euro. Jetzt schlug die Polizei zu und nahm die Verdächtigen fest, darunter Buchhalter und Staatsangestellte.

EU-Gelder stammen aus Steuern, die alle Mitgliedsländer zahlen – auch dein Land. Wenn dieses Geld betrogen wird, fehlt es für wichtige Projekte wie Umweltschutz oder Hilfe für ländliche Regionen. Die Europäische Staatsanwaltschaft (EPPO) ermittelt schon lange, um solche Betrügereien aufzudecken und die Täter vor Gericht zu bringen.

In Griechenland hat der Skandal bereits Minister zum Rücktritt gezwungen und gegen 13 Abgeordnete der Regierungspartei wird wegen Betrugsverdachts ermittelt. Ihre parlamentarische Immunität wurde dafür aufgehoben. Die Opposition verlangt vorgezogene Wahlen, aber der nächste reguläre Termin ist erst im Frühjahr 2027.