Ungarn ist jetzt offiziell Teil der Europäischen Staatsanwaltschaft, und die EU gibt dem Land rund zehn Milliarden Euro aus einem Hilfsfonds.
Stell dir vor, die EU ist wie ein großer Verein, in dem 27 Länder zusammenarbeiten. Innerhalb dieses Vereins gibt es eine eigene Anwaltsgruppe, die Europäische Staatsanwaltschaft. Diese Gruppe geht gegen Betrug und Korruption vor, also gegen Leute, die Geld aus dem EU-Haushalt klauen oder schmutzige Geschäfte machen. Ungarn ist jetzt als 25. Land dieser Gruppe beigetreten. Das bedeutet: Wenn in Ungarn jemand EU-Gelder veruntreut, kann diese EU-Anwaltschaft direkt ermitteln.
Die neue ungarische Regierung unter Peter Magyar hatte den Beitritt im Mai 2026 beantragt, kurz nachdem sie die Macht übernommen hatte. Zuvor hatte die alte Regierung unter Viktor Orbán den Beitritt jahrelang abgelehnt. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte, der Beitritt sei "ein willkommener Schritt im Kampf gegen Betrug und Korruption". Sie betonte auch, dass die ungarische Bevölkerung nun eine Sicherheitsvorkehrung habe, damit EU-Gelder wirklich im Interesse der Menschen eingesetzt werden.
