Die EU-Finanzminister haben am Freitag ein Defizitverfahren gegen Bulgarien eröffnet, weil das Land deutlich mehr Geld ausgibt als einnimmt.

Stell dir vor, ein Land gibt mehr Geld aus, als es einnimmt – zum Beispiel für Straßen, Gehälter oder Verteidigung. Irgendwann entsteht ein Loch im Staatssäckel. Genau das ist in Bulgarien passiert. Die EU hat deshalb am Freitag ein sogenanntes Defizitverfahren eröffnet, also eine Art Prüfung, wie das Land das Problem wieder in den Griff bekommen kann.

Bulgarien hat den Euro erst Anfang 2026 eingeführt. Das Land plant für dieses Jahr ein Defizit von 4,1 Prozent. Die EU erlaubt eigentlich höchstens 3 Prozent. Deshalb hat der Rat der Finanzminister jetzt reagiert und das Verfahren eröffnet, um die Lage zu korrigieren.

Die EU hat auch geprüft, ob Bulgariens höhere Verteidigungsausgaben den Anstieg erklären können. Eine Sonderregel im Stabilitäts- und Wachstumspakt erlaubt solche Mehrausgaben zeitweise. Der Rat hat aber gesagt: Selbst mit dieser Ausnahme bleibt das Defizit zu hoch. Bulgarien muss also zusätzlich handeln.