Der Burgenländische Landesrechnungshof hat die Finanzen des Landes geprüft und warnt: Die Reserven sind aufgebraucht, die Schulden wachsen.
Was ist passiert? Der Landesrechnungshof (BLRH) hat sich angeschaut, wie viel Geld das Land Burgenland einnimmt und ausgibt – und zwar von 2020 bis 2026. Das Ergebnis ist deutlich: In jedem Jahr hat das Land mehr ausgegeben als eingenommen, insgesamt fast eine Milliarde Euro Verlust. Die liquiden Mittel – also das Geld, das sofort verfügbar ist – sind von über 300 Millionen Euro im Jahr 2021 auf nur noch 18 Millionen Euro im Jahr 2024 geschrumpft. BLRH-Direktor René Wenk sagt klar: "Das Land hat die Reserven aufgebraucht."
Wer hilft? Der BLRH zeigt die Probleme offen auf und macht Vorschläge. Wenk fordert einen "Richtungswechsel" und eine "verantwortungsvolle Finanzpolitik". Das Land Burgenland hat bereits reagiert: Es hat das "Finanzstabilitätspaket 2026" und das Burgenländische Haushaltsstabilitätsgesetz beschlossen, um Schulden abzubauen. Heuer und nächstes Jahr sollen mehr als 200 Millionen Euro an Schulden aus dem Verkauf von Wohnbaudarlehen getilgt werden. Die Opposition (FPÖ und ÖVP) kritisiert die Lage scharf und fordert ebenfalls Maßnahmen.
