Auf einem großen Abschnitt der Elbe fahren wegen des niedrigen Wasserstands bis mindestens September keine Güterschiffe mehr.
Stell dir vor, ein Fluss ist so flach, dass große Schiffe nicht mehr darauf fahren können. Genau das passiert gerade auf der Oberelbe zwischen Tschechien und Magdeburg. Am Pegel in Dresden wurden am Morgen nur 68 Zentimeter gemessen. Damit fehlt mehr als ein Drittel Wasser, das die Schiffe zum Fahren brauchen.
Der Hafenbetreiber Sächsische Binnenhäfen Oberelbe, kurz SBO, hat deshalb den Güterverkehr komplett gestoppt. Der Geschäftsführer Heiko Loroff erklärt, dass die Schifffahrt so nicht mehr wirtschaftlich sei. Die Schiffe wurden in andere Flussgebiete gebracht, in denen genug Wasser da ist. Große und schwere Lieferungen warten in den Häfen, weil sie nicht einfach auf LKWs oder Züge verlegt werden können.
Auch die Ausflugsschiffe der Weißen Flotte in Dresden sind betroffen. Sie fahren erst ab 50 Zentimetern Wasserstand und haben deshalb Fahrten nach Meißen und in die Sächsische Schweiz absagen müssen. Normalerweise sind diese Dampfer ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen.
