In diesem Sommer führen große deutsche Flüsse extrem wenig Wasser, weshalb Schiffe weniger transportieren können und die Logistik umdenken muss.
Du hast vielleicht in den Nachrichten gehört: Rhein, Elbe und Donau führen gerade sehr wenig Wasser. An der Donau wurde sogar der niedrigste Wasserstand gemessen, den es dort je gab. Auch der Elbe-Pegel in Dresden lag am Mittwoch nur bei 59 Zentimetern - fast 90 Zentimeter weniger als normal. Wenn Flüsse so wenig Wasser haben, können große Frachtschiffe nicht mehr so tief im Wasser liegen wie sonst. Deshalb laden sie weniger Güter, zum Beispiel Kohle, Getreide oder Container, und brauchen für die gleiche Menge mehr Fahrten.
Die Binnenschifffahrt läuft aber weiter, es gibt keine offiziellen Sperrungen. Firmen weichen auf andere Transportwege aus, etwa auf Züge, damit Lieferungen trotzdem ankommen. Gleichzeitig steigen die Kosten, weil mehr Schiffe und Personal nötig sind, um die Waren zu transportieren. Auch der Edersee in Hessen, einer der größten Stauseen Deutschlands, ist nur noch zu knapp einem Drittel gefüllt, wodurch alte Brücken und sogar Reste versunkener Dörfer sichtbar werden - ein Effekt, den Leute den „Edersee-Atlantis" nennen.
