Der Rhein führt so wenig Wasser wie selten zuvor – deshalb können grosse Schiffe nur noch einen Bruchteil ihrer normalen Ladung transportieren.

Was ist passiert? Seit Wochen regnet es in weiten Teilen Mitteleuropas viel zu wenig. Die Sonne scheint stark, die Böden trocknen aus, und die Flüsse führen weniger Wasser. Am Pegel Kaub, einer wichtigen Messstelle am Mittelrhein, werden aktuell nur 42 Zentimeter gemessen. Frachtschiffe, die dort normalerweise voll beladen durchfahren, können deshalb nur 30 bis 40 Prozent ihrer üblichen Ladung mitnehmen. Das bedeutet: Dieselbe Menge an Waren braucht plötzlich viel mehr Schiffe und die Transporte werden teurer.

Wer hilft? Die deutsche Wasserstrassen- und Schifffahrtsverwaltung veröffentlicht seit 2018 genaue Vorhersagen für die Wasserstände am Rhein, sogar für sechs Wochen im Voraus. Reedereien können dadurch besser planen und ihre Routen anpassen. Meteorologinnen und Meteorologen beobachten das Wetter genau und melden, wenn endlich Regen in Sicht ist. Auch die Schifffahrtsverbände und Häfen arbeiten daran, mehr Schiffe einzusetzen, die auch bei niedrigem Wasser fahren können. Florian Röthlingshöfer, der Direktor der Schweizerischen Rheinhäfen, sagt es so: „Jeder Tropfen zählt.“