Weil es seit Wochen kaum geregnet hat, sinkt der Wasserstand des Rheins weiter – und auf dem Mittelrhein könnten Hotelschiffe bald nicht mehr fahren.
Stell dir vor, du willst mit einem weißen Hotelschiff an Burgen und Weinbergen vorbeigleiten – genau das geht auf einem Abschnitt des Rheins zwischen Budenheim und St. Goar gerade nicht mehr lange. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Rhein in Bingen sagt: Die Pegelstände fallen, und es wird einen Punkt geben, ab dem die Hotelschiffe nicht mehr fahren können. Mitarbeiter Florian Krekel meint dazu trocken: „Ein paar Koffer weniger bringen ja nichts“ – also weniger Gepäck hilft bei zu wenig Wasser leider nicht.
Wer hilft? Die Schifffahrt bleibt erst mal in Bewegung: Der Bundesverband der Binnenschifffahrt sagt, die Schiffe fahren grundsätzlich so lange weiter, wie dies physikalisch und sicher möglich ist. Für Hotelschiffe gibt es eine Alternative: Sie können bei Koblenz auf die Mosel ausweichen, weil dort Staustufen den Wasserstand stabiler halten. In den Städten passen Verwaltung und Feuerwehr auf, dass bei Waldbrandgefahr nichts passiert – in Frankfurt, Marburg und Bad Vilbel darfst du zum Beispiel gerade nicht mit offenem Feuer grillen, und in Wiesbaden kontrolliert das Ordnungsamt die Grillplätze.
