Wegen der großen Dürre in Nordrhein-Westfalen haben die Bezirksregierungen Köln und Münster verboten, Wasser aus mehreren Flüssen zu pumpen.
Du hast diesen Sommer bestimmt schon bemerkt, dass es kaum regnet. Deshalb sind viele Flüsse in NRW gerade extrem flach. An der Ems ist das Wasser an manchen Stellen weniger als zehn Zentimeter tief. Auch der Rhein hat den niedrigsten Juni-Wasserstand, der je gemessen wurde. Damit Fische, Insekten und kleine Tiere im Fluss überleben, hat die Bezirksregierung Münster ab dem 4. Juli das Pumpen von Wasser aus der Ems verboten. Die Bezirksregierung Köln zieht am 6. Juli mit einem Verbot für die Flüsse Sieg, Agger, Rur, Erft und Wupper nach. Ähnliche Regeln gibt es bereits in mehreren Kreisen, etwa im Rhein-Sieg-Kreis, im Kreis Borken oder in der Städteregion Aachen.
Was bedeutet das konkret? Mit Eimer oder Gießkanne Wasser holen und Tiere direkt am Fluss tränken ist weiterhin erlaubt. Sobald du aber einen Schlauch oder eine Pumpe nutzt, um zum Beispiel den Garten oder die Felder zu bewässern, bewegst du dich außerhalb der Regeln. Wer sich nicht daran hält, muss mit einem Bußgeld rechnen – es kann bis zu 50.000 Euro hoch ausfallen. So weit muss es aber nicht kommen, wenn sich alle an die Regeln halten.
Aufgehoben werden die Verbote, sobald die Flüsse sich erholen. Dazu braucht es nach Angaben der Behörden vor allem eines: über mehrere Tage hinweg ausreichend Regen. Bis dahin gilt: Wasser sparen, Verschwendung vermeiden und die Natur unterstützen, wo es geht – etwa durch Gießen mit Regenwasser aus der Tonne statt mit Trinkwasser aus dem Hahn. So hast du selbst einen direkten Hebel, um die Lage zu entschärfen.
