Nach dem Ende des Tankrabatts sind die Spritpreise an vielen Tankstellen in Deutschland spürbar gestiegen – und der ADAC hält diesen Anstieg für unbegründet.

Was ist passiert? Bis Ende Juni 2026 gab es eine zeitlich begrenzte Steuervergünstigung auf Sprit – den sogenannten Tankrabatt. Er lag bei 16,7 Cent pro Liter und lief am 1. Juli 2026 aus. Schon vorher waren die Preise an den Zapfsäulen aber deutlich gestiegen: Innerhalb weniger Tage erhöhten sich die Preise für Super E10 um 18,2 Cent auf 2,15 Euro pro Liter, Diesel verteuerte sich um 20,4 Cent auf 2,11 Euro. Der ADAC kritisiert das scharf: Sprecher Julian Häußler sagte, es gebe „keinerlei Rechtfertigung für diese Preissteigerungen“, weil der Rohölpreis auf dem Weltmarkt gar nicht gestiegen ist.

Wer hilft oder kritisiert? Mehrere Institutionen schauen genau hin. Die Monopolkommission, ein unabhängiges Beratungsgremium der Bundesregierung, vermutet, dass Mineralölkonzerne die Preise absichtlich vorzeitig hochgesetzt haben. Auch die Verbraucherzentrale unter Ramona Pop fordert, dass das Ende des Rabatts nicht der Startschuss für Extragewinne sein darf. Unions-Fraktionsvize Müller sagte im MDR, Stand jetzt seien keine weiteren politischen Eingriffe geplant – er stellt aber zugleich klar: „Wer steigende Rohölpreise sofort weitergibt, darf bei sinkenden Preisen nicht auf die Bremse treten.“ Für dich heißt das: Es wird gerade auf politischer Ebene diskutiert, ob hier etwas schiefgelaufen ist.