Der Bodensee hat Anfang Juli so wenig Wasser wie noch nie seit Beginn der Messungen im Jahr 1850 – auch Hitze und ausbleibender Regen spielen eine Rolle.

Was ist passiert? Am Pegel Konstanz, dem wichtigsten Messpunkt des Bodensees, lag der Wasserstand am 7. Juli bei 321 Zentimetern. Das ist der niedrigste jemals für diesen Tag gemessene Wert – noch zwei Zentimeter unter dem Rekord aus dem Dürrejahr 1976. Aktuell steht der See bei 318 Zentimetern und sinkt weiter, weil kaum Regen in Sicht ist. Grund für den Rückgang ist laut der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) eine lange Trockenheit, vor allem im Mai und Juni.

Wer hilft oder beobachtet? Die LUBW misst den Pegel täglich und informiert über die Entwicklung. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) liefert die Wetteraussichten und warnt vor einer neuen Hitzewelle mit Temperaturen bis zu 36 Grad im Oberrhein. Die Bodensee-Schiffsbetriebe prüfen, ob und wo Schiffe noch sicher fahren können – bisher gibt es über die bekannten Stellen hinaus keine weiteren Einschränkungen.