Im Osten der Demokratischen Republik Kongo kämpfen Menschen gleichzeitig gegen eine gefährliche Krankheit und gegen Gewalt – die WHO schlägt Alarm.
Stell dir vor, du müsstest vor Bomben weglaufen und gleichzeitig eine tödliche Krankheit bekämpfen. Genau das passiert gerade in der Provinz Ituri im Kongo. Dort breitet sich das seltene Bundibugyo-Ebola-Virus aus – über 900 Menschen sind vielleicht infiziert, mehr als 220 sind schon gestorben. Weil in der Region gekämpft wird, können Kranke nicht richtig versorgt werden. Kontaktpersonen müssten drei Wochen Abstand halten, aber in überfüllten Flüchtlingslagern ist das fast unmöglich.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und ihr Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus setzen sich dafür ein, dass die Waffen schweigen. Er sagt: Nur wenn nicht mehr geschossen wird, können Helfer*innen die Kranken isolieren und das Vertrauen der Menschen gewinnen. Auch Uganda hilft mit, indem es die Grenze zum Kongo kontrolliert und Ausnahmen für medizinische Teams macht. Die USA geben 80 Millionen Dollar extra für Schutzkleidung, Tests und die Suche nach Kontaktpersonen. Ein infizierter US-Bürger wird in Berlin in der Charité behandelt.
