Die WHO warnt, dass Reiseverbote gegen die Demokratische Republik Kongo die Hilfe im Kampf gegen Ebola ausbremsen.

Im Kongo, einem Land in Zentralafrika, grassiert Ebola, eine sehr gefährliche Krankheit mit Fieber und Blutungen, die durch Körperflüssigkeiten übertragen wird. Bis Mittwoch wurden 359 Tote bestätigt. Die WHO hat den Ausbruch als internationale Gesundheitsnotlage eingestuft, also als sehr ernst. Ausgelöst wird er von einer Virusvariante namens Bundibugyo, gegen die es noch keinen zugelassenen Impfstoff gibt.

Gleichzeitig gibt es eine gute Nachricht: Die Zahl der Verdachtsfälle ist in der letzten Woche deutlich gesunken. Das deutet darauf hin, dass die Schutzmaßnahmen vor Ort langsam wirken.

Mehr als ein Dutzend Länder, darunter die USA und Kanada, haben Reiseverbote gegen den Kongo verhängt. Kanada zum Beispiel stellt Einreisende aus dem Land für 21 Tage unter Quarantäne. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus findet das falsch: Solche Verbote würden Helfer und Hilfsgüter wie Schutzkleidung, Medikamente und Labormaterial aufhalten, sagte er am Mittwoch in Genf.