In der kenianischen Stadt Nanyuki haben Menschen gegen eine geplante Quarantänestation der USA protestiert; dabei kamen zwei Menschen ums Leben, und ein Gericht hat den Bau vorerst gestoppt.

Bei einer Demonstration gegen den Bau einer US-Quarantänestation in Nanyuki kamen am Montag zwei Menschen ums Leben. Die Anlage soll am Luftwaffenstützpunkt Laikipia entstehen und 50 Plätze für US-Bürger bieten, die in der Demokratischen Republik Kongo oder Uganda Kontakt mit dem Ebola-Virus hatten, aber noch keine Symptome zeigen. Viele Kenianerinnen und Kenianer fürchten, dass damit ein Gesundheitsrisiko auf ihr Land verlagert wird.

Am Dienstag hat Richterin Patricia Nyaundi am High Court entschieden, dass die Regierung vorerst keine weiteren Schritte zum Bau der Station unternehmen darf. Die nächste Anhörung ist für den 23. Juni angesetzt. Damit bekommt die Diskussion einen geordneten rechtlichen Rahmen – und Betroffene können ihre Bedenken vor Gericht vorbringen.