Im Osten der Demokratischen Republik Kongo breitet sich das Ebola-Virus extrem schnell aus – die Weltgesundheitsorganisation schlägt Alarm.

Was ist passiert? Seit etwa zwei Monaten gibt es im Ostkongo einen großen Ebola-Ausbruch. Es wurden schon 2073 Fälle bestätigt, 796 Menschen sind gestorben. Bei einem früheren Ausbruch dauerte es über zehn Monate, bis 2000 Fälle erreicht waren – diesmal ging es viel schneller. Das Virus wird durch Körperflüssigkeiten übertragen und kann sehr schwer verlaufen. Die WHO sagt, dass mehr als 80 Prozent der neuen Fälle außerhalb der bekannten Kontaktlisten entdeckt werden, was die Suche nach weiteren Infizierten schwierig macht.

Wer hilft? Vor Ort arbeiten Ärzteteams, Helferinnen und Helfer aus dem Kongo sowie aus vielen Ländern. Die WHO organisiert den Einsatz, zusammen mit der Africa CDC und Partnerorganisationen. Behandlungskapazitäten wurden auf mehr als 800 Plätze erweitert, die Zahl der Labore stieg von einem auf 16. Auch Impfstoffe stehen bereit. Eine Geberkonferenz soll in den kommenden Wochen zusätzliches Geld mobilisieren, denn bisher ist nur ein Teil der benötigten 115 Millionen Dollar zugesagt.