Im Osten der Demokratischen Republik Kongo breitet sich das Ebola-Virus seit Mai extrem schnell aus, schneller als bei jedem früheren Ausbruch.

Was ist passiert? Im Kongo erkranken seit Mai viele Menschen an Ebola, einer sehr gefährlichen Viruskrankheit. Laut der Africa CDC, einer Gesundheitsorganisation für Afrika, ist dies der am schnellsten wachsende Ebola-Ausbruch, den es je gab. Nach Behördenangaben haben sich die Fallzahlen innerhalb nur einer Woche um 25 Prozent erhöht. Bisher sind rund 600 Menschen an der Krankheit gestorben. Es werden täglich zwischen 15 und 30 neue Verdachtsfälle gemeldet. Die Helfer vor Ort sagen, dass die Krankenhausbetten fast komplett belegt sind und die Zeit knapp wird, um zu helfen.

Ebola wird durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen, also zum Beispiel durch Blut, Speichel oder Erbrochenes. Eine Ansteckung über die Luft ist nach bisherigem Stand nicht möglich. Beim aktuellen Ausbruch handelt es sich um die seltenere Bundibugyo-Variante des Virus. Gegen sie gibt es noch keinen zugelassenen Impfstoff und auch keine spezielle Therapie, deshalb laufen gerade klinische Tests mit zwei antiviralen Medikamenten.