Eine neue Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigt: Ohne bessere Vorsorge und Behandlung könnte die Zahl der Krebsdiagnosen bis 2050 stark steigen.

Was ist passiert? Die WHO hat ihren neuen Krebsreport veröffentlicht. Darin steht: Im Jahr 2024 haben etwa 20,6 Millionen Menschen weltweit die Diagnose Krebs bekommen. Wenn Regierungen und Gesundheitssysteme nicht stärker gegensteuern, könnten es 2050 rund 35 Millionen sein. Krebs gehört damit zu den größten Gesundheitsproblemen unserer Zeit. 92 Prozent aller Menschen werden im Laufe ihres Lebens irgendwann damit zu tun haben – als Erkrankte oder als Angehörige.

Wer hilft? Die WHO fordert von den Regierungen konkrete Schritte: mehr Geld für Früherkennung, bessere Ausstattung von Krankenhäusern und Aufklärung über gesunde Lebensweise. In manchen Ländern zeigt Prävention schon Wirkung – zum Beispiel greifen 27 Prozent weniger Menschen zur Zigarette als noch 2010. Auch Impfungen gegen bestimmte Viren, die Krebs auslösen können, helfen. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus sagt, dass die Überlebenschancen nicht vom Geldbeutel oder Wohnort abhängen dürfen: "Krebs ist eine zutiefst persönliche Krankheit, die uns fast alle betrifft."