Im Kongo haben Beschäftigte im Gesundheitswesen für mehr Lohn gestreikt – auch dort, wo gerade Ebola ausbricht.

Was ist passiert? Im Kongo, einem großen Land in Zentralafrika, gibt es seit Mai einen Ebola-Ausbruch. Besonders stark betroffen ist die Provinz Ituri im Nordosten. Jetzt streiken dort Beschäftigte in den Krankenhäusern. Sie wollen mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen. Eigentlich sollte ihr Streik die Ebola-Gebiete ausnehmen, aber auch dort wird gerade gestreikt. Das macht den Kampf gegen das Virus schwieriger. Die Zahlen sind ernst: 1.708 Menschen haben sich nachweislich mit Ebola angesteckt, 580 sind bereits gestorben – allein 74 davon in einem einzigen Tag. Ebola wird durch Körperkontakt und Körperflüssigkeiten übertragen. Die Krankheit ist lebensbedrohlich.

Wer hilft? Verschiedene Stellen versuchen, die Lage einzudämmen. Seit kurzem werden zwei neue antivirale Therapien klinisch getestet – das sind Medikamente, die im Labor und an Patienten auf ihre Wirkung geprüft werden. Auch andere Gesundheitsorganisationen beobachten die Lage aufmerksam. Trotzdem fehlt vor Ort Personal, um Infizierte zu versorgen und Kontakte nachzuverfolgen.