Im Osten der Demokratischen Republik Kongo kämpfen Helfer gleichzeitig gegen eine gefährliche Ebola-Welle und gegen die Folgen eines Krieges.

Stell dir vor, du wachst in einer Stadt auf, in der Hunderttausende leben, und ein unsichtbares Virus breitet sich aus. Genau das passiert gerade in Bunia und anderen Orten im Kongo. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat dort schon über 900 Verdachtsfälle von Ebola gezählt. Mehr als 200 Menschen sind bereits gestorben. Das Besondere an diesem Ausbruch: Es ist die sogenannte Bundibugyo-Variante des Virus, gegen die es noch keinen Impfstoff gibt. Die Krankheit wurde erst spät entdeckt, als sie schon mehrere Regionen erreicht hatte.

Trotz der schwierigen Lage sind viele Menschen vor Ort, um zu helfen. Freiwillige wie Francois Kasereka, ein Pfadfinder, ziehen durch die Straßen und erklären den Leuten, wie sie sich schützen können. Er sagt: „Wir wollen mit den Menschen reden und ihnen erklären, was Ebola ist und wie das Virus übertragen wird.“ Die Europäische Union hat erste Hilfslieferungen mit Masken, Handschuhen und Medikamenten in die Stadt Bunia geschickt. Auch die WHO und Ärzte ohne Grenzen arbeiten unter Hochdruck daran, die Infektionskette zu unterbrechen. Dafür müssen Erkrankte und ihre Kontaktpersonen für drei Wochen isoliert werden.

Auch wenn du weit weg vom Kongo bist, kannst du etwas tun. Informiere dich aus vertrauenswürdigen Quellen über das Virus, damit du Gerüchte von Fakten unterscheiden kannst. Wenn du über die Situation sprichst, hilfst du mit, das Bewusstsein für die schwierige Lage der Menschen dort zu schärfen. Du kannst auch überlegen, ob du eine Hilfsorganisation wie Ärzte ohne Grenzen mit einer kleinen Spende unterstützt. Solidarität bedeutet, nicht wegzusehen, wenn andere in Not sind.