Im Kongo kämpfen Helfer gleichzeitig gegen eine gefährliche Krankheit und gegen Gewalt – über 900 Menschen könnten sich mit Ebola angesteckt haben.
Stell dir vor, du wachst mit Fieber auf und weißt nicht, ob es eine Grippe ist oder etwas viel Schlimmeres. Genau das passiert gerade vielen Menschen im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Dort breitet sich das Ebola-Virus aus – und zwar eine seltene Version, gegen die es noch keinen Impfstoff gibt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat schon über 900 Verdachtsfälle gezählt. Mehr als 200 Menschen sind bereits gestorben. Das Virus wurde erst spät entdeckt, als es schon Hunderte Kranke gab. Jetzt hat es auch große Städte erreicht, wo viele Menschen dicht zusammenleben. Und weil in der Region Krieg herrscht, können Helfer oft nicht dorthin, wo sie gebraucht werden.
Trotz der schwierigen Lage sind viele Menschen vor Ort aktiv, um die Ausbreitung zu stoppen. Francois Kasereka zum Beispiel ist Pfadfinder und arbeitet freiwillig auf den Märkten in der Stadt Bunia. Er erklärt den Leuten, wie sie sich schützen können: Hände waschen, Abstand zu Kranken halten und auf keinen Fall Verstorbene berühren. Auch die Organisation Ärzte ohne Grenzen ist mit einem Team im Einsatz. Gleichzeitig hat die Europäische Union erste Hilfslieferungen mit Schutzmasken, Handschuhen und Medikamenten nach Bunia geschickt. Die WHO fordert außerdem eine Waffenruhe, damit die Helfer sicher arbeiten können.
