Auf der Nordsee und der Ostsee drehen sich jetzt erstmals mehr als zehn Gigawatt Windkraft auf See.
Windräder auf dem Meer liefern gerade besonders viel Strom. Zum 30. Juni 2026 liefen in Deutschland 1.764 Offshore-Windräder mit zusammen 10,8 Gigawatt Leistung. Damit wurde die Marke von zehn Gigawatt zum ersten Mal überschritten. Ein Gigawatt sind 1.000 Megawatt – das ist eine riesige Menge.
Allein in der ersten Hälfte von 2026 sind 1.077 Megawatt dazugekommen. Weitere 22 Anlagen in den Parks Borkum Riffgrund 3, He Dreiht und Nordseecluster A stehen schon, sind aber noch nicht am Netz. Wenn sie eingeschaltet werden, kommt noch mehr Strom dazu.
Im Jahr 2025 haben die Offshore-Windräder rund 26,1 Millionen Megawattstunden Strom erzeugt. Rechnerisch reicht das, um 8,7 Millionen Haushalte ein Jahr lang zu versorgen, wenn jeder etwa 3.000 Kilowattstunden verbraucht.
Warum Offshore? Auf dem Meer weht der Wind gleichmäßiger und stärker als an Land. Deshalb schaffen Offshore-Windräder 3.500 bis 4.500 Volllaststunden im Jahr, Windräder an Land nur 2.000 bis 3.000.
