Der Bundestag hat ein Gesetz beschlossen, das den Bau neuer Gaskraftwerke in Deutschland möglich machen soll.
Stell dir vor, es ist Winter, dunkel und windstill. Dann produzieren Solar- und Windanlagen gerade wenig Strom. Genau für solche Situationen – sogenannte Dunkelflauten – will die Regierung vorsorgen. Dafür sollen neue Kraftwerke gebaut werden, die mit Gas laufen. Das hat der Bundestag jetzt mit dem „Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätsgesetz" beschlossen. Union und SPD haben dafür gestimmt, die Parteien der Opposition dagegen.
Zuerst sollen die Kraftwerke mit Erdgas laufen. Ab dem Jahr 2045 müssen sie aber so umgebaut werden, dass sie klimaneutral mit Wasserstoff arbeiten können. Wasserstoff gilt als sauberer Ersatz, weil bei seiner Nutzung kein CO₂ entsteht. Bis Ende 2031 sollen die neuen Anlagen Strom liefern – mit einer Leistung von insgesamt rund elf Gigawatt. Das ist ungefähr so viel wie die Leistung von etwa zehn großen Atomkraftwerken.
