In Deutschland haben im Mai so wenige Menschen einen Asylantrag gestellt wie seit der Corona-Pandemie nicht mehr.

Rund 5.600 Menschen haben im Mai zum ersten Mal in Deutschland Asyl beantragt. Das sind etwa 30 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Schon im April war die Zahl mit gut 6.100 Anträgen niedriger als sonst. Diese Zahlen hat das Bundesinnenministerium jetzt veröffentlicht.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt findet das gut. Er sagt: „Die Migrationswende setzt sich fort.“ Damit meint er, dass die Politik der Regierung wirkt. Die Regierung will erreichen, dass weniger Menschen unkontrolliert nach Deutschland kommen. Ob das wirklich der Hauptgrund ist, sehen Fachleute aber anders.

Viele Forschende sagen: Es liegt vor allem an der Lage in anderen Ländern. In Syrien oder der Türkei haben sich die Bedingungen verändert. Dadurch machen sich weniger Menschen auf den Weg nach Europa. Auch der Iran spielt als Durchreiseland eine Rolle. Wenn es dort ruhiger bleibt, kommen weniger Menschen hier an.