Wegen einer Gerichtsentscheidung müssen viele österreichische Unternehmen Teile ihrer Corona-Hilfen an den Staat zurückzahlen.

Stell dir vor, du bekommst Geld vom Staat, um dein Geschäft durch eine schwere Krise zu bringen – und ein paar Jahre später heißt es: Ein Teil davon war zu viel, du musst es zurückgeben. Genau das passiert gerade in Österreich. Der Oberste Gerichtshof (OGH) hat im April 2025 entschieden, dass die EU-Regeln für Hilfsgelder pro Konzern gelten und nicht pro einzelner Firma. Deshalb prüft das Finanzministerium jetzt 193 Unternehmensgruppen mit rund 1.200 Firmen. Bei etwa 90 davon steht schon fest: Rund 37 Millionen Euro müssen zurückgezahlt werden. Insgesamt geht es um bis zu 106 Millionen Euro.

Während der Pandemie ab März 2020 hat Österreich insgesamt 46,7 Milliarden Euro an Hilfen ausbezahlt, etwa 19 Milliarden davon an Unternehmen und Selbstständige. Viele Firmen haben das Geld damals in gutem Glauben bekommen. Anwälte sagen aber: Der Staat hat die EU-Obergrenzen nicht richtig angewendet und trage dafür keine Konsequenzen. Manche Anwälte befürchten, dass betroffene Firmen in die Insolvenz rutschen, also pleite gehen könnten.