Arbeitsministerin Korinna Schumann will, dass Firmen in Österreich fairer bezahlen – und hat dazu einen neuen Gesetzesentwurf vorgestellt.

In Österreich sollen Firmen mit mindestens 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern künftig regelmäßig Berichte vorlegen. Darin steht, wie viel Frauen und Männer in derselben Berufsgruppe durchschnittlich verdienen. Bei größeren Firmen mit 250 oder mehr Beschäftigten muss das jedes Jahr passieren, bei kleineren alle drei Jahre. Das Ziel: den Unterschied zwischen Frauen- und Männergehältern, den sogenannten Gender Pay Gap, sichtbarer zu machen.

Außerdem soll in jeder Stellenanzeige stehen, wie viel Geld man dort mindestens verdient. Und wer schon in einem Job arbeitet, kann künftig nachfragen, was Kolleginnen und Kollegen mit ähnlicher Arbeit bekommen. Auch Verbote, im Betrieb über das eigene Gehalt zu sprechen, wären dann nicht mehr erlaubt.