Die Berliner Polizei hat für 2025 insgesamt 952 Straftaten im Clan-Milieu gezählt und 342 Verdächtige registriert.

Im neuen Lagebericht des Berliner Landeskriminalamts (LKA) geht es um Straftaten, die laut Polizei mit Clanstrukturen zusammenhängen. 2025 waren es 952 Delikte mit 342 Verdächtigten, ein Anstieg gegenüber 2024 (851 Taten, 296 Verdächtige). Insgesamt zählt die Polizei 685 Personen zum Clan-Milieu, elf Prozent mehr als im Vorjahr. Am häufigsten waren Gewaltdelikte wie Körperverletzung und Raub (23 Prozent), gefolgt von Verkehrs- und Diebstahlsdelikten (je 16 Prozent).

Die Polizei versucht, Clankriminalität mit mehreren Bausteinen zu bekämpfen: gezielte Ermittlungen, das Einfrieren krimineller Gewinne, Kontrollen bekannter Treffpunkte und Präventionsarbeit, also Aufklärung und frühe Hilfen für junge Menschen. Auch verdächtige Autovermietungen stehen im Fokus, weil sie laut Polizei für Straftaten, Schwarzarbeit und Geldwäsche missbraucht werden können. Wichtig: Die Polizei sagt selbst, dass eine Clan-Zugehörigkeit nicht automatisch Kriminalität bedeutet.