Nach einer Welle von Schüssen in Berlin haben Polizei und Staatsanwaltschaft zwei Sondereinheiten aufgebaut und dutzende Verdächtige festgenommen.

Was ist passiert? In Berlin hat die Zahl der Straftaten mit Schusswaffen deutlich zugenommen. 2025 wurden 1.119 Fälle gezählt, in 515 Fällen wurde wirklich geschossen. Besonders betroffen waren laut Polizei türkisch-kurdische Geschäftsleute, auf deren Lokale immer wieder geschossen wurde. Die Behörden vermuten, dass organisierte Banden dahinterstecken.

Wer hilft? Die Polizei hat im November 2025 die Sondereinheit Ferrum gegründet, die Staatsanwaltschaft im Februar 2026 die Ermittlungsgruppe Telum. Beide Namen kommen aus dem Lateinischen und stehen für „Eisen“ und „Angriffswaffe“. Sie tauschen Informationen aus und haben schon mehrere große Aktionen durchgeführt, unter anderem eine mit 570 Einsatzkräften und neun Festnahmen.

Was kannst du tun? Wenn du in deinem Viertel etwas Verdächtiges siehst, etwa Schüsse hörst oder eingeschüchtert wirst, wende dich an die Polizei über den Notruf 110. Erzähle Freunden und Familie, was in Berlin passiert, und nimm Gerüchte über einzelne Gruppen nicht automatisch für bare Münze. Wer sich gegen Druck und Erpressung wehrt, schützt auch andere.