Die Hilfswerke Caritas und Volkshilfe haben in Wien eine Pressekonferenz gegeben und vor Kürzungen bei der Sozialhilfe gewarnt.
Was ist passiert? Die Hilfswerke Caritas und Volkshilfe haben am Dienstag in Wien eine Pressekonferenz gegeben – genau eine Woche, bevor Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) seine Budgetrede halten will. Sie warnen davor, dass bei den geplanten Sparmaßnahmen vor allem Kinder und Frauen weniger Hilfe bekommen könnten. Laut einer Erhebung der Hilfswerke wächst mehr als jedes fünfte Kind in Österreich in Armut auf. Insgesamt sind 18,6 Prozent der Menschen in Österreich armuts- oder ausgrenzungsgefährdet – so viele wie noch nie seit Beginn der Erhebungen.
Wer hilft? Die Hilfswerke Caritas und Volkshilfe haben in den letzten Monaten Daten von ihren Fachkräften gesammelt. Das Ergebnis: 62 Prozent der Befragten sagen, dass die Sozialhilfe nicht reicht, um die grundlegenden Lebenshaltungskosten zu decken. Mehr als 80 Prozent sagen, dass die Kinderrichtsätze zu niedrig sind, um die Bedürfnisse der Kinder zu decken. Die Organisationen fordern deshalb einen verpflichtenden Armutscheck für jede Budgetmaßnahme, eine armutsfeste Kindergrundsicherung und bundesweit einheitliche Mindeststandards. Damit soll niemand mehr durchs Netz fallen.
