Die Berliner Verkehrsbetriebe haben eine Werbekampagne des Portals Nius sofort beendet, weil ein Werbemotiv im Internet gegen Regeln verstoßen haben soll.
Die BVG ist das Unternehmen, das in Berlin Busse und U-Bahnen betreibt. Auf Bussen und in Bahnen darf normalerweise Werbung gezeigt werden. Das Portal Nius hatte bei der BVG Werbung gebucht, unter anderem auf einem Doppeldeckerbus. Auf dem Bus stand: "Morgens um 6 schon wissen, was einem abends um 8 verschwiegen wird". Damit spielte Nius auf die Nachrichtensendung Tagesschau an. Nius wird als rechtspopulistisch eingestuft und von Julian Reichelt geführt. Nachdem jemand aus dem Umfeld von Nius ein zusätzliches Werbebild in sozialen Medien veröffentlicht hatte, entschied die BVG, die ganze Kampagne sofort zu stoppen. Die BVG sagte, dieses Bild sei "offensichtlich rechtswidrig".
In den Tagen davor hatten sich viele Menschen über die Werbung geärgert. Über 130.000 Menschen unterschrieben eine Online-Petition, in der sie forderten, dass die BVG die Nius-Werbung entfernt. Sie fanden, dass ein Unternehmen, das öffentliche Verkehrsmittel betreibt, keine Plattform für politisch extreme Inhalte bieten sollte. Auch die BVG erklärte, sie habe bei der Buchung nur Motive gesehen, die rechtlich in Ordnung gewesen seien. Erst die spätere Veröffentlichung in sozialen Medien habe die Situation verändert. Nius kündigte an, rechtliche Schritte zu prüfen, also möglicherweise vor Gericht zu gehen.
