Im österreichischen Parlament wurde der oberste Polizeidirektor befragt – er wehrt sich gegen den Vorwurf, Teil einer geheimen Polizeikette gewesen zu sein.

Im Untersuchungsausschuss zur Causa Pilnacek hat Bundespolizeidirektor Michael Takacs am Dienstag klare Worte gefunden. Er wehrt sich gegen den Vorwurf, Teil einer politisch motivierten "türkisen Polizeikette" gewesen zu sein. Solche Behauptungen seien schlicht "falsch" und "haltlos", sagte er vor den Abgeordneten. Takacs ist seit 1988 Polizist und gehört seit 2017 der ÖVP an.

Hintergrund der Befragung ist der Tod von Christian Pilnacek, der im Oktober 2023 in der Donau bei Rossatz in Niederösterreich gefunden wurde. Die Staatsanwaltschaft schloss ein Fremdverschulden aus – die gerichtlich bestellten Sachverständigen kamen zu dem Ergebnis eines Ertrinkungstodes. Trotzdem gibt es Kritik an einzelnen Ermittlungsschritten, weshalb das Parlament den U-Ausschuss eingesetzt hat.