Matthias Hundt war nur knapp zehn Wochen Digital-Staatssekretär in Berlin, dann wurde er entlassen – bekommt aber trotzdem eine hohe Abfindung.
Stell dir vor, du fängst einen neuen Job an – und nach knapp zehn Wochen bist du schon wieder draußen. Genau das ist Matthias Hundt in Berlin passiert. Er wurde Mitte März von Bürgermeister Kai Wegner (CDU) zum Digital-Staatssekretär gemacht, also zum Chef für Digitalisierung und moderne Verwaltung im Senat. Nur 69 Tage später war Schluss: Der Senat hat ihn entlassen.
Der Grund: In Dresden läuft ein Ermittlungsverfahren gegen Hundt. Es geht um die Insolvenz seiner alten Beratungsfirma. Hundts Anwalt sagt, sein Mandant hat nichts Falsches gemacht. Für Hundt gilt die Unschuldsvermutung – das bedeutet: Er ist so lange unschuldig, bis ein Gericht das Gegenteil sagt. Trotzdem war das Vertrauen im Amt offenbar kaputt. Wegner sagte im Parlament: „Das Vertrauensverhältnis ist nachhaltig gestört, es war und ist nachhaltig zerstört.“
