Der Berliner Senat will den Digital-Staatssekretär Matthias Hundt entlassen, weil gegen ihn ermittelt wird.
Was ist passiert? Matthias Hundt ist erst seit März 2026 Staatssekretär in Berlin. Er kümmert sich um Digitalisierung und moderne Verwaltung. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft Dresden, weil eines seiner früheren Unternehmen pleite ist. Deshalb will der Senat ihn am Dienstag entlassen. Er hatte zuerst selbst angeboten zu gehen, seine Bitte aber wieder zurückgenommen. Wenn er jetzt entlassen wird, bekommt er rund 72.000 Euro Übergangsgeld – das steht ihm laut Gesetz zu, weil er den Antrag zurückgezogen hat.
Sein Anwalt sagt, die Vorwürfe seien unbegründet und Hundt habe die Firma, die in Schwierigkeiten geriet, nicht mehr geleitet. Trotzdem laufen Prüfungen und Ermittlungen.
Wer hilft? Die Staatsanwaltschaft Dresden untersucht, ob Straftaten im Zusammenhang mit der Insolvenz vorliegen. Die Deutsche Rentenversicherung Bund prüft parallel, ob Beiträge an die Sozialkasse nicht gezahlt wurden. Das Berliner Abgeordnetenhaus und der Senat selbst diskutieren den Fall politisch – so funktioniert Kontrolle in einer Demokratie. Auch Hundts Anwalt verteidigt ihn öffentlich und sagt: Mein Mandant bittet aus zwei Gründen nicht mehr um seine Entlassung.
