Berlins Olympia-Beauftragter sagt: Auch ohne den bisherigen CDU-Spitzenkandidaten ist die Bewerbung nicht in Gefahr.

Stell dir vor, deine Stadt will Olympische Spiele ausrichten. Genau das plant Berlin zusammen mit Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Dafür muss sich die Hauptstadt aber erst einmal gegen andere deutsche Städte durchsetzen, zum Beispiel München oder die Region Rhein-Ruhr mit Köln. Diese Entscheidung trifft der DOSB, der Deutsche Olympische Sportbund.

In der letzten Woche hat der Berliner CDU-Politiker Kai Wegner überraschend erklärt, dass er nicht mehr als Spitzenkandidat seiner Partei bei der Berliner Wahl im September antritt. Wegner hatte das Olympia-Projekt bisher stark unterstützt. Man könnte also denken: Ohne ihn gerät alles ins Wanken.

Der Olympia-Beauftragte Kaweh Niroomand sieht das aber entspannter. Er sagt: Die breite Unterstützung aus den Sportverbänden ist da, die Gespräche wurden geführt, und der persönliche Wechsel ändert das Fundament nicht. In dieser Phase geht es darum, eine deutsche Stadt zu küren - nicht direkt gegen Paris oder Los Angeles zu bestehen.