Viele Berlinerinnen und Berliner wollen in der Spree schwimmen – doch das ist seit 1925 verboten, und eine geplante Demo ist auch dieses Mal ins Wasser gefallen.
Du fragst dich, warum man in einem Fluss mitten in Berlin nicht baden darf? Genau das beschäftigt den Verein Flussbad Berlin. Seit dem 20. Mai 1925 ist das Schwimmen in der innerstädtischen Spree verboten – also seit mehr als 100 Jahren.
Der Verein wollte am Sonntag zusammen mit allen Interessierten in den Fluss springen. Daraus wurde aber nichts: Ein Sprecher sagte, nach dem heftigen Regen am Freitag sei die Wasserqualität nicht gut genug gewesen. Statt im Wasser landeten rund 100 Leute also am Ufer und haben dort mit Plakaten und Rufen gegen das Verbot demonstriert.
Im Mai hatte das Wetter die Aktion schon einmal vermasselt, damals wegen Regen und Gewitter. Unter dem Motto „101 Jahre Badeverbot abwählen!" will der Verein erreichen, dass das Verbot Schritt für Schritt in Erlaubnisse umgewandelt wird. Dafür schlägt er zum Beispiel Monitoringsysteme vor, die über die Wasserqualität informieren.
